Harmonie Municipale Schifflange, Vereinigung ohne Gewinnzweck.

Gesellschaftssitz: L-3881 Schifflingen, 1, Quartier Wendel.

Genehmigt von den ausserordentlichen Generalversammlungen des 27. Januar 1973, 31. Januar 1987 und 22. Februar 2002.

Kapitel I. – Bezeichnung, Zweck, Dauer

Art. 1. Die am 13. August 1913 gegründete Harmonie de Schifflange, welche durch Gemeinderatsbeschluss vom 31. Oktober 1931 zur HARMONIE MunICIPALE DE SCHIFFLANGE erhoben wurde, ist eine Vereinigung ohne Gewinnzwecke und hat ihren Sitz in L-3881 Schifflingen, 1, Quartier Wendel.

Art. 2. Die Gesellschaft bezweckt die Pflege der Musik mit theoretischer und praktischer Ausbildung ihrer Musikanten, das Abhalten von Konzerten und sonstigen öffentlichen Veranstaltungen, sowie die musikalische Umrahmung von weltlichen und kirchlichen Feiern.

Sie kann sich direkt oder indirekt an jeder Organisation mit gleichem oder ähnlichem Zweck beteiligen.

Art. 3. Die Dauer der Gesellschaft ist unbeschränkt.

Kapitel II. – Mitgliedschaft

Art. 4. Die Zahl der Mitglieder ist unbeschränkt, darf aber nicht unter 10 Musikanten fallen. Die Gesellschaft besteht aus:

a) Musikanten;

b) Mitgliedern (membres);

c) Ehrenmitgliedern (membres d’honneur);

d) Ehrenmusikanten, mit denselben Rechten wie die Musikanten.

Kapitel III. – Eintritt

Art. 5. a) Musikanten sind alle, welche dem Musikkorps angehören und sich an den Veranstaltungen der Gesellschaft unentgeltlich beteiligen. Diese, sowie die Mitglieder des Verwaltungsrates, zahlen einen Beitrag von maximal 10,- €.

Musikantenanwärter müssen eine Probe ihrer musikalischen Kenntnisse vor dem Dirigenten, dem Sous-Chef und einem Mitglied des Verwaltungsrates ablegen.

Junge Anwärter sind zum Besuch der Musikschule verpflichtet.

b) Mitglieder sind jene, welche den Verein durch einen jährlichen Beitrag unterstützen, dessen Höhe jeweils durch die ordentliche Generalversammlung festgesetzt wird, ohne jedoch den Betrag von 15,- € überschreiten zu dürfen.

Der Verwaltungsrat entscheidet über die Aufnahme der Musikanten und der Mitglieder. Seine diesbezüglichen Entscheidungen können durch die nächste Generalversammlung bei zwei Drittel Mehrheit der anwesenden Mitglieder revidiert werden.

c) Zu Ehrenmitgliedern können nur diejenigen Mitglieder ernannt werden, welche sich in besonderem Masse um die Gesellschaft verdient gemacht haben.

d) Ehrenmusikanten auf Lebenszeit können nur diejenigen Musikanten der Gesellschaft werden, welche sich durch langjähriges Schaffen in der Gesellschaft hervorgetan haben.

Die Ernennung der Ehrenmitglieder und Ehrenmusikanten erfolgt auf Vorschlag des Verwaltungsrates und bedingt eine zwei Drittel Mehrheit der Generalversammlung.

Kapitel IV. – Austritt und Ausschluss

Art. 6. Der Austritt und der Ausschluss eines Mitgliedes geschieht gemäss Artikel 12 des Gesetzes vom 21. April 1928.

Art. 7. Jedes Mitglied oder jeder Musikant, die durch ihr Verhalten oder ihre Tätigkeit des Interesse oder das Ansehen der Gesellschaft schädigen, können in der gesetzlich vorgesehenen Form ausgeschlossen werden.

Der Verwaltungsrat behält sich das Recht vor, Musikanten und Mitglieder sofort zu suspendieren, wenn ihr Benehmen nicht im Einklang mit den Statuten steht, dies in Erwartung des Ausschlusses durch die Zustimmung der Versammlung der aktiven Mitglieder und des Beschlusses der Generalversammlung. Der Betreffende hat das Recht, vor dem Beschluss des Verwaltungsrates seine Stellungnahme abzugeben.

Art. 8. Ausgetretene oder ausgeschlossene Musikanten und Mitglieder, sowie deren Erben haben keinerlei Ansprüche auf das Vereinsvermögen oder auf Rückerstattung geleisteter Beitragszahlungen.

Sie sind verpflichtet, die ihnen von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Instrumente, Musikalien, Uniformen und sonstigen Gegenstände binnen vier (4) Wochen dem Inventarverwalter gegen Aushändigung der seinerzeit unterschriebenen Empfangsbescheinigung abzugeben. Fehlende oder reparaturbedürftige Gegenstände werden auf ihre Kosten ersetzt oder repariert.

Kapitel V. -Verwaltung

Art. 9. Der Verein umfasst folgende Organe:

a) die Generalversammlung

b) den Verwaltungsrat

c) die Versammlung der Musikanten (ersetzt: aktiven Mitglieder)

d) die Finanzkommission

a) die Generalversammlung

Art.10. Die Generalversammlung setzt sich zusammen aus den Musikanten und Mitgliedern, den Ehrenmitgliedern und Ehrenmusikanten unter dem Vorsitz des Präsidenten resp. Vizepräsidenten oder eines vom Verwaltungsrat bezeichneten Verwaltungsratsmitgliedes.

Art. 11. Die Einberufung zur Generalversammlung geschieht, ausser in dringenden Fällen, wenigstens 10 Tage vor dem Termin, unter Angabe der Tagesordnung, durch mindestens 2 Tageszeitungen oder durch persönliche Einladungen.

Jeder Antrag, der die Unterschrift von wenigstens einem Zwanzigstel der Mitgliederzahl des Vorjahres trägt, ist auf die Tagesordnung zu bringen.

Art. 12. Jede regelrecht einberufene Generalversammlung ist beschlussfähig in den Angelegenheiten, die auf der Tagesordnung stehen, ohne Berücksichtigung der Zahl der Teilnehmer.

Über Anträge, die nicht auf der Tagesordnung stehen, darf kein Beschluss gefasst werden. Sämtliche Beschlüsse der Generalversammlung müssen mit absoluter Stimmenmehrheit in offener, oder falls es 3 Mitglieder verlangen, in geheimer Abstimmung gefasst werden; sie sind für alle Mitglieder, auch für die Abwesenden, bindend.

Bei Stimmengleichheit ist der Antrag verworfen.

Bei jeder Abstimmung kann nur über je einen Punkt abgestimmt werden.

Stimmberechtigt sind alle anwesenden Musikanten und Mitglieder, welche das 15. Lebensjahr vollendet haben, die Ehrenmitglieder, sowie die Ehrenmusikanten der Gesellschaft.

Den Musikanten und Mitgliedern steht es frei, sich mittels schriftlicher Vollmacht durch ein anderes Mitglied vertreten zu lassen. Jeder Einzelne kann nur eine Vertretung übernehmen.

Sämtliche Beschlüsse werden vom ersten Schriftführer zu Protokoll genommen, zusammen mit dem Vorsitzenden unterzeichnet und der nächsten Generalversammlung zu Genehmigung resp. Berichtigung vorgelegt. Jedes Mitglied hat das Recht, Einsicht in dieses Register zu nehmen, und auf berechtigte Anfrage, Auszüge zu verlangen, die vom Präsidenten oder seines Stellvertreters, sowie eines Mitgliedes des Verwaltungsrates unterschrieben sind.

Art. 13. Die ordentliche Generalversammlung findet alljährlich im ersten Trimester statt und wird vom Verwaltungsrat einberufen.

Sie befasst sich vor jeder anderen Beschlussfassung mit folgenden Angelegenheiten:

1) Vorlage des Protokolls der Generalversammlung des Vorjahres.

2) Bericht über die verflossene Jahrestätigkeit der Gesellschaft.

3) Kassenbericht des vergangenen Vereinsjahres durch den Kassierer und Entlastung an denselben auf Bericht der Finanzkommission.

4) Wahl der Verwaltungsratsmitglieder.

5) Wahl der Finanzkommission.

Ausserordentliche Generalversammlungen werden vom Präsidenten einberufen auf Mehrheitsbeschluss des Verwaltungsrates oder auf einen schriftlichen, hinlänglich begründeten Antrag, der von mindestens einem Fünftel aller Mitglieder unterzeichnet ist.

b) der Verwaltungsrat

Art. 14. Der Verwaltungsrat setzt sich aus mindestens 9 und maximal 17 Mitgliedern zusammen, Verwaltungsratsmitglieder genannt, im besonderen aus einem Präsidenten und 16 Beisitzenden, welche zur Hälfte aus den Reihen der Musikanten und zur Hälfte aus Mitgliedern, Ehrenmitgliedern oder Ehrenmusikanten hervorgehen müssen.

Der jeweilige Bürgermeister der Gemeinde gehört dem Verwaltungsrat von Amtswegen an, hat aber nur beratende Stimme.

Der Präsident des Verwaltungsrates wird ausschließlich durch die Generalversammlung in sein Amt berufen, wobei alle Musikanten und Mitglieder in gleichem Masse stimmberechtigt sind. Im ersten Wahlgang ist die absolute Mehrheit erfordert, bei Stichwahl genügt die relative Mehrheit.

Art. 15. Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden alle zwei Jahre zur Hälfte in der ordentlichen Generalversammlung in geheimer Abstimmung mit einfacher Stimmenmehrheit gewählt.

Bei Stimmengleichheit findet eine Stichwahl zwischen den stimmengleichen Kandidaten statt.

Die Verwaltungsratsmitglieder dürfen unter sich nicht bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert sein. In solchen Fällen hat das ältere Mitglied den Vortritt.

Die Austrittsserie besteht aus einer gleichen Zahl von Musikanten und Mitgliedern, welche auf 2 getrennten Listen gewählt werden.

Die Musikanten des Verwaltungsrates werden nur durch eine Wahl unter den Musikanten sowie den Mitgliedern des Verwaltungsrates bezeichnet.

Die austretenden Verwaltungsratsmitglieder sind wiederwählbar, brauchen ihre Kandidatur jedoch nicht schriftlich zu erneuern.

Wahlen per Akklamation sind nur zulässig, wenn kein Einspruch erhoben wird.

Art. 16. Die Wahl des Präsidenten muss in einem eigenen Wahlgang vorgenommen werden.

Art. 17. Die Kandidaten für den Verwaltungsrat müssen großjährig sein. Ihre Kandidatur muss mindestens 3 Tage vor Beginn der Generalversammlung schriftlich beim Präsidenten eingehen. Die Kandidaten sind nur wählbar wenn sie der Generalversammlung beiwohnen, können jedoch vom Verwaltungsrat hiervon entbunden werden.

Im Falle von ungenügenden Kandidaturen sind alle Kandidaten automatisch im Verwaltungsrat, ohne Schmälerung der Rechte der Generalversammlung gemäss Artikel 12, Absatz 3.

Art.18. Legt ein Mitglied des Verwaltungsrates sein Amt nieder, findet Ersatzwahl in der nächsten Generalversammlung statt.

Der Verwaltungsrat ist jedoch befugt bis dahin das vakante Mandat zu besetzen.

Art. 19. Der Verwaltungsrat wählt aus seiner Mitte einen oder zwei Vizepräsidenten, den ersten und zweiten Schriftführer, den Kassenverwalter und seinen Vertreter.

Art. 20. Der Verwaltungsrat ist im allgemeinen berufen die Beachtung der Statuten zu überwachen, die Beschlüsse der Generalversammlung zur Ausübung zu bringen und um die musikalische Tätigkeit der Gesellschaft in jeder Beziehung besorgt zu sein.

Der Verwaltungsrat bestimmt über alle Tätigkeiten der Gesellschaft, die nicht ausdrücklich der Generalversammlung vorbehalten sind.

Des weiteren obliegt ihm Entscheidungsmöglichkeit in allen weder durch die gegenwärtigen Statuten noch durch das Gesetz vorgesehenen Fällen.

Der Verwaltungsrat hat das Recht im Rahmen der Statuten Reglemente zu erlassen und Arbeitskommissionen einzusetzen, denen auch Nichtmitglieder (Experten) angehören dürfen.

Art. 21. Die Vertretung der Gesellschaft vor Gericht erfolgt durch den Präsidenten oder durch einen seitens des Verwaltungsrates zu bestimmenden Bevollmächtigten.

Ein persönliches Haften für eventuelle Vereinsschulden besteht nicht zu Lasten der Verwaltungsratsmitglieder.

Der Verwaltungsrat vertritt die Gesellschaft für alle zu tätigenden Akte und Geschäfte mit Privatpersonen oder öffentlichen Verwaltungen und Anstalten.

Art. 22. Der Verwaltungsrat wird vom Präsidenten, oder auf Antrag der Mehrheit der Verwaltungsratsmitglieder, zu seinen Sitzungen einberufen.

Der Verwaltungsrat ist beschlussfähig, wenn über die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind. Erreicht er diese Zahl nicht, so wird er binnen acht Tagen von neuem einberufen. Diese zweite Sitzung ist beschlussfähig ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder.

Die Beschlüsse des Verwaltungsrates werden mit absoluter Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit in Sachfragen entscheidet der vorsitzende Präsident respektiv Vizepräsident. Auf Antrag eines einzelnen Mitgliedes, sowie bei Personenfragen, muss durch eine geheime Abstimmung verfahren werden.

Bei Stimmengleichheit in Personenfragen wird die Abstimmung auf die nächstfolgende Sitzung des Verwaltungsrates vertagt.

Sämtliche Beschlüsse des Verwaltungsrates werden schriftlich festgehalten und vom Präsidenten und Schriftführer unterzeichnet.

Ein kurzgefasster Sitzungsbericht wird den Musikanten nach jeder Verwaltungsratssitzung mitgeteilt.

Zu den Verwaltungsratssitzungen kann der Dirigent als Berater zugezogen werden.

Verwaltungsratsmitglieder, die ohne triftigen Grund an drei aufeinanderfolgenden Sitzungen nicht teilgenommen haben, gelten wegen Interesselosigkeit als ausgeschieden und werden in Gemässheit der Bestimmungen des Artikels 18 der Statuten ersetzt.

Art. 23. Die kollektiven Unterschriften des Präsidenten oder seines Stellvertreters, sowie des Schriftführers oder des Kassenverwalters binden die Gesellschaft in den jeweiligen Vereinsangelegenheiten.

c) die Versammlung der Musikanten

Art. 24. Die Versammlung der Musikanten begreift die Musikanten der Gesellschaft, die Mitglieder des Verwaltungsrates, sowie die Ehrenmusikanten, unter dem Vorsitz des Präsidenten resp. Vizepräsidenten oder eines vom Verwaltungsrat bezeichneten Vertreters.

Der Dirigent wohnt derselben mit beratender Stimme bei.

Art. 25. Die Versammlung der Musikanten wird vom Präsidenten einberufen so oft wie der Verwaltungsrat es für nötig erachtet, oder wenn mindestens 20 Musikanten eine solche begehren.

Art. 26. Die Einberufung zu den Versammlungen der Musikanten geschieht durch Anschlag im Vereinslokal oder durch schriftliche Mitteilung.

Art. 27. In der Versammlung der Musikanten werden Beschlüsse gefasst, die nur die Musikanten betreffen. Denselben obliegt die Wahl der Fähnriche oder der Marketenderin.

Anträge, welche die Unterschrift eines Zwanzigstels der Musikanten des Vorjahres zählen, sind zur Diskussion zu stellen.

Art. 28. Bei Ausschluss eines Musikanten ist die Anwesenheit von wenigstens der Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder erfordert. Dieser Ausschluss bedingt eine zwei Drittel Mehrheit der Abstimmenden.

Alle sonstigen Beschlüsse geschehen durch einfache Stimmenmehrheit.

d) Finanzkommission

Art. 29. Die Finanzkommission besteht aus 3 Mitgliedern ausserhalb des Verwaltungsrates. Sie wird jedes Jahr in der ordentlichen Generalversammlung auf Vorschlag des Verwaltungsrates gewählt. Zwei derselben müssen Mitglieder sein.

Dieses Amt ist ein Ehrenamt und die Mitglieder haben kein Anrecht auf irgendwelche Entschädigungen.

Die Finanzkommission hat die Buchführung und die abgeschlossene Jahresabrechnung zu prüfen und der Generalversammlung über den Befund Bericht zu erstatten.

Kapitel VI. -Vereinsvermögen

Art. 30. Das Vereinsvermögen besteht aus:

a) der Vereinskasse.

b) dem Inventar.

a) Vereinskasse

Art. 31. Die Vereinskasse wird gespeist durch die Subsidien der Gemeindeverwaltung und des Staates, durch sonstige Schenkungen und Subventionen, sowie durch die Netto-Jahresbeiträge der Mitglieder und die Netto-Einnahmen aus Vereinsveranstaltungen jeglicher Art.

Art. 32. Die Vereinskasse hat alle Ausgaben der Gesellschaft zu bestreiten.

Es wird der ordentlichen Generalversammlung ein Voranschlag der zu tätigenden Ausgaben des kommenden Jahres vorgelegt.

b) Inventar

Art. 33. Sämtliche Gegenstände der Gesellschaft werdem im Vereinslokal aufbewahrt und unterliegen der Aufsicht und Kontrolle eines durch den Verwaltungsrat zu bezeichnenden Inventarverwalters. Dieser führt Buch darüber und legt der ordentlichen Generalversammlung ein Verzeichnis der bei Jahresabschluss vorhandenen Gegenstände vor.

Mitglieder, welche Gegenstände aus dem Vereinslokal entnehmen wollen, sind verpflichtet den Verwalter zu benachrichtigen und demselben eine Empfangsbescheinigung zu unterschreiben.

Kapitel VII. -Rechte und Pflichten der Vereinsmitglieder

a) Rechte

Art. 34. Alle dem Verein angehörenden Mitglieder sind berechtigt:

a) Beschwerden zu führen und Anträge zu stellen,

Anträge auf Abänderungen gefasster Beschlüsse oder Statuten sind schriftlich beim Verwaltungsrat einzureichen und müssen mindestens von einem Zwanzigstel der Mitglieder des Vorjahres unterzeichnet sein,

b) Jeder Musikant, sowie jedes Verwaltungsratmitglied, welches während mindestens 25 Jahren in der Gesellschaft tätig ist, hat Anrecht auf das von der Gesellschaft geschaffene goldene Abzeichen.

c) Jeder Musikant, sowie jedes Verwaltungsratsmitglied, welches während mindestens 40 Jahren in der Gesellschaft tätig ist, wird durch ein passendes Geschenk geehrt.

Die Aktivversammlung ist berechtigt auf Vorschlag des Verwaltungsrates in beiden Angelegenheiten über außergewöhnliche Fälle durch einfache Mehrheit der Stimmen zu entscheiden.

b) Pflichten

Art. 35. Die Musikanten sind verpflichtet sämtlichen Proben und Aufführungen, die vom Verwaltungsrat in Verbindung mit dem Dirigenten angeordnet werden, gewissenhaft und pünktlich beizuwohnen und den Anweisungen des Dirigenten und seines Stellvertreters unbedingt nachzukommen.

Im Verhinderungsfalle müssen sie sich vor dem Datum der Probe oder der Veranstaltung beim Dirigenten oder beim Schriftführer entschuldigen.

Jedem Musikanten sowie jedem Verwaltungsratsmitglied wird es zur Ehrenpflicht gemacht bei Dienstleistungen sich einer in jeder Beziehung tadellosen Aufführung zu befleißigen.

Art. 36. Sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrates sind verpflichtet, sich an den Ausgängen der Gesellschaft zu beteiligen und sollen periodisch den Proben beiwohnen.

Art. 37. Es ist den Musikanten untersagt mit dem Eigentum der Gesellschaft bei anderen Gesellschaften mitzuwirken ohne beim Verwaltungsrat im Voraus die Erlaubnis eingeholt zu haben.

Kapitel Vlll. -Vereinsjahr

Art. 38. Das Vereinsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember.

Kapitel IX. Abänderung der Statuten

Art. 39. Eine Abänderung der Statuten kann nur in einer außergewöhnlichen Generalversammlung vorgenommen werden, wenn das Einberufungsschreiben den Gegenstand dieser Abänderung eigens erwähnt.

Abänderungen dürfen nur mit einer Mehrheit von zwei Drittel der Abstimmenden vorgenommen werden.

Kapitel X. -Vereinsauflösung

Art. 40. Die Auflösung des Vereins erfolgt wenn weniger als 10 stimmberechtigte Musikanten eingeschrieben sind.

Art. 41. Die Gesellschaft kann aus anderen Gründen nur aufgelöst werden von einer außerordentlichen Generalversammlung, wenn zwei Drittel der Mitglieder anwesend sind und zwei Drittel der Abstimmenden sich für die Auflösung aussprechen.

Art. 42. Bei Auflösung der Gesellschaft ist das gesamte Vermögen der Gemeindeverwaltung zur Verfügung zu stellen. Dasselbe kann nur einer innerhalb von 5 Jahren zu gründenden Musikgesellschaft ausgehändigt werden.

Sollte sich diese Möglichkeit nicht ergeben, verfällt das gesamte Vereinsvermögen der Gemeindeverwaltung.

Kapitel XI. -Allgemeine Bestimmungen

Art. 43. Die Ernennung oder Abberufung des Dirigenten der Gesellschaft erfolgt durch den Verwaltungsrat nach vorhergehender Abstimmung der Musikanten.

Die Wahl ist geheim. Im ersten Wahlgang ist die absolute Mehrheit erfordert, bei Stichwahl genügt die relative Mehrheit.

Die Ernennung kann nur erfolgen nach vorher abgelegter Prüfung vor einer Jury, die aus wenigstens 3 Musikfachleuten besteht. Der jeweilige Sous-Chef gehört dieser Jury an.

Art. 44. Dem Dirigenten obliegt die musikalische Leitung der Gesellschaft. Ihm zur Seite steht der Sous-Chef, welcher Musikant sein muss und bestimmt wird durch den Verwaltungsrat auf Vorschlag des Dirigenten.

Der Dirigent wohnt den Aktiv- und Generalversammlungen mit beratender Stimme bei.

Art. 45. Die Marketenderin sowie die Fähnriche zählen als Musikanten und sind stimmberechtigt. Sie sind verpflichtet sämtlichen Ausgängen beizuwohnen.

Art. 46. Für alle durch die vorstehenden Statuten nicht ausdrücklich vorgesehenen Fälle gelten die allgemeinen Bestimmungen des Gesetzes vom 21. April 1928 über die Vereinigung ohne Gewinnzweck.

Art. 47. Jedes Mitglied erhält ein Exemplar dieser Statuten und unterwirft sich sämtlichen in denselben enthaltenen Bestimmungen.

Kapitel XII. -Übergangsbestimmung

Art. 48. Die in Artikel 15 Absatz 2 der vorstehenden Statuten vorgesehene Bestimmung betrifft nicht die bei Eintritt der Verschwägerung amtierenden Mitglieder des Verwaltungsrates, selbst in dem Falle wo sie austretend sofort wiedergewählt werden.

Vorstehende Statuten wurden in den aussergewöhnlichen Generalversammlungen vom 27. Januar 1973, 31. Januar 1987 und 22. Februar 2002 genehmigt.

J. Pirsch, N. Kuhn, P. Theodor, C. Brandt, T. Gianessi, C. Treinen-Dahm, A. Wagner-Heitz, N. Frisch, A. Harsch, J. Lermann, F. Peters, B. Pletsch, G. Probst, M. Rumé, P. Schroeder, G. Uhres

Enregistré à Luxembourg, le 21 mars 2002, vol. 566, fol. 4, case 3. – Reçu 12 euros.